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14.08.2008 Druckversion | Versenden

Dabrowski verzichtet auf Saisonprognosen

Lederball statt Kristallkugel

Als Schiedsrichter Peter Gagelmann in Münster die 120 Pokalminuten abpfiff und zum Elfmeterschießen bat, da verließ Christoph Dabrowski fluchtartig die Tribüne des Preußen-Stadions und machte sich auf den Weg.



Im Autoradio erlebte er die dramatische Entscheidung vom Punkt und verriet: „Das wollte ich mir nicht anschauen, das war mir einfach zu aufregend“. Schmunzelnd fügte er dann aber hinzu: „Das am Radio zu erleben war alles noch viel schlimmer“.

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Schlimm war es auch, dass Dabrowski in der ersten Pokalrunde seinen Teamkollegen nicht helfen konnte. Nach der Ampelkarte in der zweiten Runde des DFB-Pokals in der Vorsaison war er zum Zuschauen verurteilt und gestand ein: „Das ist die Höchststrafe“.

Große Prognosen, was seine Mannschaft in der kommenden Spielzeit denn so erreichen kann, mag er gar nicht. Dabrowski: „Das ist doch so wie Kaffeesatz lesen. Ich schaue lieber auf den Lederball statt in eine Kristallkugel“.

Dass Dabrowski mittlerweile in der Raute zuhause ist und er dadurch mehr und mehr Offensivaktionen hat, gefällt ihm zwar gut, doch gibt er sich keinen Illusionen hin: „Da musst du noch mehr laufen als vorher, aber das ist schon in Ordnung“.

Der Hüne fühlt sich gut. Kein Wunder: Von Wehwehchen blieb der mittlerweile 30-Jährige während der gesamten sieben Wochen der Vorbereitung verschont. „Nach meinem Pech mit der Gesichtsverletzung im letzten Jahr hoffe ich diesmal ungeschoren durchzukommen“.

Günther Pohl



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