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Paralympics: Verabschiedung der NRW-Athleten in Bochum
"Das ist der Höhepunkt jeder Sportlerkarierre"
Los ging es um 13 Uhr im Bochumer Universitätsklinikum "Bergmannsheil" mit der Begrüßung durch NRW`s First Lady Angelika Rüttgers. In ihrer Rede legte Rüttgers speziellen Wert darauf, die teilnehmenden Sportler als wichtigen Teil der Gesellschaft zu sehen, sie allerdings nicht aufgrund ihrer Behinderungen auszusondern. "Diese Menschen sind keine Ausnahmen oder Randgruppen, sondern ein ganz besonderer Teil unserer Gesellschaft", sagte die Gattin des NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers. "Vielmehr machen sie uns Mut, indem sie trotz ihrer Behinderungen alles aus sich rausholen", lobte sie die Olympioniken.
Mit den 29 Sportlern stellt NRW das größte Kontingent innerhalb Deutschlands für die Paralympics und die Chancen stehen gut, dass dieser Kreis auch einen erheblichen Anteil am hoffentlich positiven Abschneiden der Deutschen haben wird. Tischtennisspieler Holger Nikelis holte bereits vor vier Jahren in Athen Gold und will in Peking an diesen Erfolg anschließen, wobei er in diesem Jahr bereits frühzeitig einen harten Brocken als Gegner bekommt. "Ich treffe bereits in der Vorrunde auf meinen Finalgegner von Athen", sagt der 30-jährige Kölner, der aufgrund seiner eingeschränkten Lähmung in den Armen den Schläger bei jedem Spiel am Unterarm festgebunden bekommt. Umso erstaunlicher sind seine bisherigen Leistungen, was auch ZDF-Sportjournalist Marcel Bergmann, der durch die Veranstaltung führt, lobend erwähnt. "Es ist fantastisch was Holger leistet und es macht verdammt viel Spaß ihm zuzusehen", freut sich Bergmann schon jetzt auf die Spiele.
Neben dem erfahrenen Nikelis stellt NRW mit der 16-jährigen Tamira Slaby und dem 17-jährigen Niels Stein zwei Jungspunde ins Rennen für die es die erste Teilnahme bei Olympia ist. Stein`s Vorbild heißt Rene Schramm und der steht direkt neben ihm. Der mehrfache Europameister und Bronze-Medaillengewinner von Sydney will auch in Peking wieder angreifen. "Ich fahre da hin um ins Finale zu kommen und eine Medaille zu gewinnen!", definiert Schramm sein Ziel für diese Spiele.
Nach der offiziellen Verabschiedung war die Veranstaltung aber lange noch nicht vorbei. Talkrunden, ein Kickerturnier, eine Autogrammstunde mit Ex-Fußballprofi Dariusz Wosz und natürlich ein Reisebericht von Moderator Marcel Bergmann boten ein buntes Programm aus Unterhaltung und Information. Im Mittelpunkt immer wieder, die acht deutschen Athleten, die in Peking bei den Paralympics auf Medaillienjagd gehen werden und selbst wenn dieses Vorhaben nicht immer gelingt gilt schon die Teilnahme bei Olympia als Riesenerlebnis. "Das ist der Höhepunkt jeder Sportlerkarierre", sagte der Vorsitzende des NRW-Behindertensportverbandes Reinhard Schneider in freudiger Erwartung der Paralympics 2008 in Peking.
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