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17.11.2008 Druckversion | Versenden

BVB-Einzelkritik: Innenverteidiger Subotic und Santana stark

Hajnal gegen Frankfurt überragend

Hier die RS-Einzelkritik vom BVB-Auftritt gegen Eintracht Frankfurt.



Roman Weidenfeller (3): Hatte gleich zu Beginn reichlich Glück, dass die Eintracht sein Missverständnis mit Owomoyela nicht bestrafte (9.). Davon abgesehen war er jedoch ein zwar wenig geprüfter, aber sicherer Rückhalt.

Patrick Owomoyela (3): Schaffte es, die vielen leichten Fehler der letzten Wochen nahezu komplett abzustellen, wurde zumindest defensiv aber auch nicht herausgefordert. In der Offensive verfügt er noch über Luft nach oben.

Defensiv stark verbessert: Patrick Owomoyela.



Felipe Santana (2): Zugegeben, die Eintracht-Offensive forderte ihn kaum heraus. Wenn die Frankfurter dann aber doch mal in seiner Nähe auftauchten, löste er die Situationen zumeist tadellos. Nur einmal ließ er Liberopoulos entwischen (66.). Und wenn man als Innenverteidiger in drei Spielen drei Tore erzielt, muss man das wohl nicht weiter kommentieren.

Neven Subotic (2+):
Erzielte bereits nach fünf Minuten mit einem schönen Kopfball die Dortmunder Führung. Knapp 20 Minuten später legte er sogar noch sein fünftes Saisontor nach (26.). Damit ist er der beste Torschütze des BVB - und das als Innenverteidiger.

Young-Pyo Lee (2): Der neue Dortmunder Publikumsliebling löste die langgezogenen „Leeee“-Rufe diesmal nicht nur durch Sympathie, sondern durch erstklassige Szenen aus. Technisch war das ganz stark.

Sebastian Kehl (2): Wie der BVB-Kapitän das zweite Dortmunder Tor erarbeitete, war allererste Sahne und der beste Beweis dafür, dass er nicht mehr weit von seiner Bestform entfernt ist. Verletzungsbedingt musste er allerdings schon frühzeitig das Feld verlassen.

Tinga (3-): Hatte das Pech, dass seine Qualitäten gegen die miserablen Frankfurter nicht nötig waren. Als Sechser spielte er ab der 30. Minute zudem deutlich schwächer als sein Vorgänger Kehl.

Florian Kringe (3-): Das Zusammenspiel mit Lee auf links funktionierte ansprechend. An die rechte Seite, wo er nach der Auswechslung von Kehl agierte, musste er sich allerdings erst gewöhnen. Zudem zeigte er wiederholt leichte Konzentrationsmängel, so dass es häufig bei guten Ansätzen blieb.

Probleme im Abschluss: Florian Kringe.



Tamas Hajnal (1): Seine hoch auf den Fünfer gezogene Ecke landete ebenso genau auf dem Kopf von Subotic (5.) wie sein Freistoß in der 28. Minute. Und auch sein Freistoß in der 68. fand in Santana einen dankbaren Abnehmer. Den zweiten Treffer markierte der prächtig aufgelegte Spielgestalter darüber hinaus selbst (19.), und sammelte damit überragende vier Scorerpunkte. Ein fünfter wurde ihm sogar geklaut, als Schiedsrichter Brych ein eigentlich korrektes Tor nicht anerkannte.

Jakub Blaszczykowski (2): War das ein bislang unbekannter polnischer Volkstanz, den der Flügelflitzer da vor dem 2:0 aufführte? Wie auch immer, seine Vorarbeit hatte den Wert einer Sehenswürdigkeit. Und auch sonst zeigte er ganz großes Kino.

Nelson Valdez (3-): Neben Kehl der zweite Pechvogel des Tages, denn nach nur 38 Minuten musste er mit einer wiederaufgebrochenen Oberschenkelverletzung vom Feld. Zuvor ackerte und kämpfte er zwar wie gewohnt, blieb aber ohne gefährlichen Abschluss.

Nuri Sahin (3): Kam früh für Kehl ins Spiel und fügte sich sofort nahtlos in das starke Spiel der Dortmunder ein, obwohl er nicht in der Zentrale, sondern auf der linken Seite agieren musste. Bei dem ein oder anderen Abschluss fehlte ihm jedoch das Glück.

Fand gut in die Partie: Nuri Sahin.



Mohamed Zidan (3-): Noch vor der Pause für Valdez gekommen, konnte er das Spiel zunächst nicht entscheidend prägen. Sein Schussversuch aus 20 Metern war jedoch ebenso sehenswert (65.) wie sein Dribbling durch die halbe Eintracht-Abwehr (82.). Insgesamt wirkte sein Auftritt jedoch zu lässig, was auch nicht mit der hohen Führung zu entschuldigen war.

Matthias Dersch



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