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17.11.2008 Druckversion | Versenden

Gladbach II: Wohlers ohne Frust-Tränen

Kulm beschlichen auf der Bank Gedanken

Horst Wohlers, Coach der Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach, sah nicht so aus, dass er aufgrund der 1:3-Niederlage vor 8034 Zuschauern an der Hafenstraße auf der Rückfahrt in die Domstadt den Mannschaftsbus mit Tränen überschwemmen würde.



"Wir sind es gut angegangen", durfte der ehemalige Profi absolut darauf hinweisen, dass die Qualität seiner jungen Manschaft nicht nur seinen RWE-Kollegen Michael Kulm bei der Beobachtung des Spielgeschehens beeindruckte. "Ich habe mir auf der Bank bei einigen Szenen Gedanken gemacht, wie wir uns gegen diese Gladbacher Offensivkraft stellen können." Die durch die Führung von Moses Lamidi auch einen korrekten Ausdruck fand.

Zum Nachlegen kam der Gast jedoch nicht, auch weil sich Essens Keeper André Maczkowiak sich bei einem gemeinen Ball von Christian Schlösser glänzend präsentierte (29.). Wohlers: "Es hat sich aber angedeutete, dass wir ein Gegentor kassieren würden. RWE macht Druck über die Flügel. Nach der Pause haben wir es nicht geschafft, stand zu halten."

Seine defensive Kette konnte das Anrennen der Gastgeber nicht fesseln, Wohlers deutete an, dass er Abordnungen zu den Profis zu verkraften hatte, und hinten mit den U19-Akteuren Eric Schaaf, Tony Jantschke auflief. Gerade für die jungen Akteure war die Kulisse nicht einfach", grübelte Wohlers. Der musste aber auch konstatieren: "Den Kampf nahmen wir in der zweiten Hälfte nicht mehr an."

So dass die Entwicklung der Begegnung logisch war. Wie gesagt, Wohlers ließ den Frust nicht an sich heran: "Wir orientieren uns nicht an RWE, das ist zuhause eine Macht." Eine Schlappe, die bei Youngstern einen weiteren Lernprozess forciert. Wohlers: "Es liegt einfach in der Natur der Sache, dass wir junge Leute einfach nicht bremsen können, wir nehmen sie nicht an die Kandarre." Kulm reagierte passend: "Ich bin schon froh, das sich Gladbach nicht von vornherein hinten rein stellte." Denn eines machte Wohlers auch fair klar: "Wenn wir wie gegen Essen nicht mehr hinten raus kamen, dann lag das daran, dass uns der Gegner enormen Druck aufzwang."


Oliver Gerulat



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