Legendäre Revierteams: SV Sodingen 1954/55
Der Außenseiter schnuppert an der Meisterschaft
Die deutsche Mannschaft kehrte im Sommer von 1954 mit dem Weltmeistertitel im Gepäck aus der Schweiz zurück. Der Torschütze des legendären Siegtreffers gegen Ungarn, Helmut Rahn, sollte die kommende Spielzeit auch als deutscher Meister mit Rot-Weiss Essen beenden. Die Sensation des Jahres war allerdings ein anderer Revierverein. Der SV Sodingen, ein echter Bergarbeiterverein aus dem Herner Stadtteil an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel, sorgte im Jahr eins nach dem "Wunder von Bern" für bundesweite Schlagzeilen. Die erfolgreichste Ära der Grün-Weißen begann mit dem Aufstieg in die Oberliga West im Jahr 1952. mehr...
Legendäre Revierteams: SpVgg Erkenschwick 1947/48
Vom Aufstieg der "Himmelstürmer"
Als die SpVgg Erkenschwick am 14. Spieltag der aktuellen Oberliga-Saison mit 0:1 gegen die Reserve des VfL Bochum unterlag, da verloren sich noch gerade einmal 300 Zuschauer in das altehrwürdige, einstmals so gefürchtete „Stimberg-Stadion“. Tristesse herrscht vor am nördlichen Rand des Ruhrgebiets. Die Schwarz-Roten liegen auf einem Abstiegsplatz. Szenenwechsel: Aachen, Tivoli-Stadion, ein Tag zuvor. Über 20 000 Zuschauer bejubeln das 2:2-Remis der Grenzstädter gegen Werder Bremen. Vor knapp 50 Jahren war dies noch ganz anders gewesen. Ungläubiges Staunen herrschte damals vor, wurde die Alemannia doch am 14. September 1947 vor heimischem Publikum vorgeführt, abgeschosen, vernichtend geschlagen. Und der Gegner, der dies vollbrachte, war die SpVgg Erkenschwick. mehr...
Legendäre Revierteams: Duisburger Spielverein 1912-1914
Die erste „Großmacht“ im Revier
Zu einer Zeit, als im Revier noch niemand je von Borussia Dortmund gehört hatte und der FC Schalke 04 noch ein kleiner unbedeutender Stadtteilverein war, da war es ein anderer Klub, der die Menschen im Ruhrgebiet faszinierte und die Fanmassen hinter sich wusste - es war der Duisburger Spielverein. Er, dessen Fußballabteilung sich bereits im Jahre 1893 gegründet hatte, war der dominierende Verein im „Pott“. Elf Westdeutsche Meisterschaften gewannen die Mannen aus dem Süden der „Stadt Montan“ zwischen 1904 und 1927 und machten so Duisburg zur ersten „Fußballhochburg“ des Reviers. Selbstredend stellte der Verein auch die ersten deutschen Nationalspieler des Ruhrgebiets. mehr...
Legendäre Revierteams: ETB Schwarz-Weiß Essen 1959
Als der ewige Zweite im Rampenlicht stand
Wohl keinem anderen Verein im Ruhrgebiet haftet so sehr der Makel an, nur die Nummer zwei in der eigenen Stadt zu sein, wie dem ETB Schwarz-Weiß Essen. Während Spieltag für Spieltag mehr als 10.000 Fans in das Georg-Melches-Stadion pilgern, um die Rot-Weissen anzufeuern, kommt es nicht selten vor, dass sich gleichzeitig weniger als 500 Zuschauer in den „Uhlenkrug“ verirren. Dabei gab es durchaus Zeiten, in denen dies anders war. mehr...
Legendäre Revierteams: Westfalia Herne 1958-1960
Vom „Eisernen Fritz“ und „Atom-Otto“
Am 13. Juni 1904 traf sich im Rittersaal des Schlosses Strünkede ein Trupp junger Männer und hob den SC Westfalia 04 Herne aus der Taufe. Jenen Klub, der heute in der Oberliga Westfalen kickt, der aber bereits in den 1930er Jahren zu den ersten Adressen des Revierfußballs gehörte, damals ständiger Wegbegleiter des übermächtigen Nachbarn FC Schalke 04 war, und der seine größte Zeit zwischen den Jahren 1958 und 1960 erlebte. Zweimal in Folge qualifizierten sich die Blau-Weißen, dessen Aktive sich stets aus Berg- und Stahlarbeitern rekrutierten, damals für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. mehr...
Legendäre Revierteams: STV Horst-Emscher 1947-1950
Am 30. Spieltag der Saison 2005/06 unterlag der STV Horst-Emscher gegen den Wittener Klub TuS Heven 09/67 mit 1:3. Es war das vorerst letzte Landesliga-Spiel für den einstmals so ruhmreichen Klub von der Fürstenberg Straße. Der vorläufige Tiefpunkt eines Traditionsvereins, der seine beste Zeit am Ende der 40er Jahre hatte, als er erfürchtig nur die „Husaren“ genannt wurde. Ein Rückblick. mehr...






